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Workshop

Workshop

 

 

Der Wert von spiritueller Literatur 

und die Entwicklung einer kreativen Lesekultur

 

Das menschliche Bewusstsein hat sich im Laufe der Jahrtausende immer weiter in das Materielle hinein verwoben. Zu früheren Zeiten, z.B. in der ägyptischen Kultur, war der Mensch noch sehr in einem Einheitsgefühl mit der kosmischen Welt verbunden, er fürchtete sogar dieses Gefühl zu verlieren durch ein zu starkes körperlich werden. Heute ist das menschliche Bewusstsein sehr stark mit dem Körper verbunden und der Mensch besitzt ein Selbst-Bewusstsein, ein Ich-Bewusstsein. Er fühlt sich als Individuum und hat dafür das Gefühl des kosmischen Eingebundenseins, das ihn früher in einem Einheitsgefühl getragen hat, verloren. Das Bewusstsein ist heute von einem starken Intellekt und Verstandesdenken betont. Dieses definierende und fixierende Denken ist aber zumeist ohne Sinn für das was hinter den sichtbaren Erscheinungen, hinter einem Begriff wesenhaft lebt und was die Wirklichkeit des Mitmenschen ausmacht.

Eine wirklich spirituelle und geist-inspirierte Literatur erweckt diesen Sinn im Menschen zu einem lebendigen Empfinden. Sie regt Vorstellungen im Leser an, die dem wozu er keinen Zugang mehr hat real entsprechen. Das Tor zu einer verborgenen Welt öffnet sich. Die Worte begegnen dem Leser mit einem sehr reinen, sehr weiten Gedankengut, das frei von festgefahrenen Denkmustern, frei von Projektionen, von Sympathie und Antipathie sowie von bloßen Meinungen aus einer umfassenden Logik heraus die verschiedenen Phänomene darstellt.

Gelingt es in der rechten Weise vom eigenen Wissen zurückzutreten und auf die neuen Gedanken zuzugehen, eröffnet sich für den Einzelnen eine neue Freiheit in der Lebens- und Beziehungsgestaltung. Innere Schranken lösen sich und geben Raum für eine neue und freiere Beziehungsaufnahme nach außen. Das subjektive begrenzte Bewusstsein öffnet und erweitert sich.

Es muss deshalb eine wirklich spirituelle Literatur den Einzelnen im Werden zu einer größeren Reife, Empathiefähigkeit, Selbstbestimmung, Urteils- und Unterscheidungskraft fördern.

Wir sind es heute gewöhnt, Wissen zur Information oder auch zur Unterhaltung in uns hineinzunehmen. Der Umgang mit spiritueller Literatur erfordert jedoch geradezu eine umgekehrte Haltung. Es will geübt und gelernt sein in der rechten Weise ein wenig von sich selbst zurückzutreten und die Aufmerksamkeit gezielt auf einen zunächst noch fremden Gedanken zu richten, ihn frei anzuschauen, ihn zu bewegen und Vorstellungen dazu zu bilden. Diese gedankliche Aktivität ist heute notwendig, damit ein Fühlen für eine reale kosmische Welt und damit wieder eine empfindsame Verbindung vom eigenen Inneren zur Außenwelt entstehen kann.

 

van_Gogh

 

Wer zu lesen versteht,

besitzt den Schlüssel zu großen Taten,

zu unerträumten Möglichkeiten.

Aldous Huxley

 

 

 

Die Hinwendung an spirituelle Texte in diesem Sinn ist sehr bereichernd, anhebend auf das ganze Lebens- und Selbstgefühl und schenkt weite Perspektiven für das eigene Leben. Es fördert ein tiefes inneres Verstehen von Zusammenhängen und stellt im wahrsten Sinne einen Beitrag zum Frieden in der Welt dar.                                                                                                                          

van Gogh, Porträt der Mme. Ginoux

 

 

 

Für eine Starthilfe in eine eigene gelungene Lesepraxis führen wir für Institutionen, Bibliotheken, Lesekreise oder interessierte Personen- und Berufsgruppen Workshops durch.

Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit dem Verlag auf (verlag@lammers-koll-verlag.de).